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Pressemitteilung
des Väteraufbruch zu Weihnachten 2002
Fest der
Familie ohne Väter?
Stille Nacht, einsame
Nacht
Worauf warten Sie Weihnachten?
Viele Kinder warten nicht nur auf den Weihnachtsmann, sondern
auf einen Besuch ihres Vaters. Bei etwa jedem zweiten Scheidungskind
ist die Beziehung zum Vater nicht mehr vorhanden. Gerade
in der Weihnachtszeit sind die Erwartungen der Menschen
groß. Die Geschenke, der schöne Weihnachtsbaum
und die Besuche in der Familie prägen nicht allein
diese Zeit. Heute sind auch die abwesenden und ausgegrenzten
Väter für das Leben vieler Kinder prägend.
Wir dürfen uns nicht
darüber hinwegtäuschen lassen, dass gerade das
Bild von der Familie in den letzten Jahrzehnten stark im
Wandel ist. Die Scheidungsraten steigen rasant und sie sprechen
vom Scheitern der Hoffnungen vieler junger Menschen. Heute
wird bereits jede dritte Ehe wieder geschieden. Die Enttäuschungen
führen sehr oft in die familiären Katastrophen,
Wut und Hass lassen die Nächte nicht stille werden.
In dieser gespannten Familiensituation wollen die Kinder
ihr Stille Nacht, heilige Nacht singen und dabei
träumen vom Schutz durch Mutter und Vater.
Familien die auseinander
gehen brauchen den besonderen Schutz des Staates. Die staatlichen
Institutionen versagen schon über Jahrzehnte. Das Scheitern
der Ehepartner bedeutet, dass ein Gespräch der Eltern
erst einmal schwierig und gespannt sein dürfte. Interessenkonflikte
werden durch Jugendämter, Familienrichter und Gutachter
einseitig entschieden, in der Regel für die Mütter.
Die notwendigen Begründungen liefert dann der Zustand
des Scheiterns, die emotionale Situation und die Unfähigkeit
einer Einigung.
Die Erwartungshaltung der
Scheidungsbegleiter an die Eltern nach einer Trennung macht
deutlich, sie verstehen den Zustand nicht wirklich und greifen
nicht angemessenen ein, um das Kindeswohl zu sichern. Das
Kind hat ein natürliches Recht auf Mutter und Vater.
Für die Kinder werden
aus ihren Eltern durch Verbände, und Politiker, Jugendämter
und Familiengerichte so genannte Einelternfamilien. Der
andere Elternteil wird dabei auch noch sprachlich ausgegrenzt.
Das Kind möchte in der Regel nicht nur zur Mutter oder
nur zum Vater, sondern braucht eine gleichwertige Elternschaft
von Mutter und Vater.
Für etwa 150000 Kindern
wird es das Fest der Familie nicht geben. Die Stille
Nacht, heilige Nacht wird ruhig bleiben, weil die
Väter in die Rolle des Unterhaltsschuldigen gedrückt
werden. Dabei haben sie kein wirkliches Mitspracherecht
auf ihre Beziehungsgestaltung mit ihren Kindern.
Diese Väter werden einsam
wachen, aber nicht schlafen. Sie organisieren sich derzeit
im Verein Väteraufbruch für Kinder e.V.
und jeder Vater in Deutschland sollte sich dem Verein anschließen,
der nach der Trennung für ein Zweifamilienmodell eintritt,
für eine gleichwertige Elternschaft gerade nach einer
Trennung der Eltern und für sensible, geschulte und
verständige staatliche Institutionen.
Dietmar Nikolai Webel
Bundesvorstand
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