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Herausgeber: VAFK
Datum: 22.12.2002
 
 
 
 
 
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Pressemitteilung des Väteraufbruch zu Weihnachten 2002

Fest der Familie ohne Väter?

Stille Nacht, einsame Nacht …

Worauf warten Sie Weihnachten? Viele Kinder warten nicht nur auf den Weihnachtsmann, sondern auf einen Besuch ihres Vaters. Bei etwa jedem zweiten Scheidungskind ist die Beziehung zum Vater nicht mehr vorhanden. Gerade in der Weihnachtszeit sind die Erwartungen der Menschen groß. Die Geschenke, der schöne Weihnachtsbaum und die Besuche in der Familie prägen nicht allein diese Zeit. Heute sind auch die abwesenden und ausgegrenzten Väter für das Leben vieler Kinder prägend.

Wir dürfen uns nicht darüber hinwegtäuschen lassen, dass gerade das Bild von der Familie in den letzten Jahrzehnten stark im Wandel ist. Die Scheidungsraten steigen rasant und sie sprechen vom Scheitern der Hoffnungen vieler junger Menschen. Heute wird bereits jede dritte Ehe wieder geschieden. Die Enttäuschungen führen sehr oft in die familiären Katastrophen, Wut und Hass lassen die Nächte nicht stille werden. In dieser gespannten Familiensituation wollen die Kinder ihr „Stille Nacht, heilige Nacht singen“ und dabei träumen vom Schutz durch Mutter und Vater.

Familien die auseinander gehen brauchen den besonderen Schutz des Staates. Die staatlichen Institutionen versagen schon über Jahrzehnte. Das Scheitern der Ehepartner bedeutet, dass ein Gespräch der Eltern erst einmal schwierig und gespannt sein dürfte. Interessenkonflikte werden durch Jugendämter, Familienrichter und Gutachter einseitig entschieden, in der Regel für die Mütter. Die notwendigen Begründungen liefert dann der Zustand des Scheiterns, die emotionale Situation und die Unfähigkeit einer Einigung.

Die Erwartungshaltung der Scheidungsbegleiter an die Eltern nach einer Trennung macht deutlich, sie verstehen den Zustand nicht wirklich und greifen nicht angemessenen ein, um das Kindeswohl zu sichern. Das Kind hat ein natürliches Recht auf Mutter und Vater.

Für die Kinder werden aus ihren Eltern durch Verbände, und Politiker, Jugendämter und Familiengerichte so genannte Einelternfamilien. Der andere Elternteil wird dabei auch noch sprachlich ausgegrenzt. Das Kind möchte in der Regel nicht nur zur Mutter oder nur zum Vater, sondern braucht eine gleichwertige Elternschaft von Mutter und Vater.

Für etwa 150000 Kindern wird es das Fest der Familie nicht geben. Die „Stille Nacht, heilige Nacht“ wird ruhig bleiben, weil die Väter in die Rolle des Unterhaltsschuldigen gedrückt werden. Dabei haben sie kein wirkliches Mitspracherecht auf ihre Beziehungsgestaltung mit ihren Kindern.

Diese Väter werden einsam wachen, aber nicht schlafen. Sie organisieren sich derzeit im Verein „Väteraufbruch für Kinder e.V. und jeder Vater in Deutschland sollte sich dem Verein anschließen, der nach der Trennung für ein Zweifamilienmodell eintritt, für eine gleichwertige Elternschaft gerade nach einer Trennung der Eltern und für sensible, geschulte und verständige staatliche Institutionen.

Dietmar Nikolai Webel
Bundesvorstand


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