Von der Mutter missbraucht - Anmerkungen zu einer „anonymen“ Rezension


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Abgeschickt von Alexander Markus Homes am 29 Juni, 2003 um 23:17:09:

Alexander Markus Homes: Von der Mutter missbraucht
Anmerkungen zu einer „anonymen“ Rezension


Bei Amazon.de ist zu meinem Buch "Von der Mutter missbraucht" eine anonyme Rezension erschienen. Mittlerweile wurde sie – nach interner Prüfung – wieder entfernt, da sie nicht den „juristischen Richtlinien“ von Amazon entspricht.
Diese „Rezension“ wäre es nicht wert, dass man auch nur ein Wort an sie verschwände, stünde dahinter nicht eine bekannte Autorin – Frau Dr. Karin Jäckel, die etliche Bücher über den sexuellen Missbrauch verfasst hat.

Frau Karin Jäckel, die zu der Überzeugung gelangt ist, dass das Buch derzeit in „Väterkreisen für Wirbel" sorgt, ist felsenfest davon überzeugt, dass sie „... noch nie ein Buch wütender gemacht (hat)".
Was bewegt eine erfolgreiche Autorin, die mir telefonisch versicherte, dass sie mein Buch gut und wichtig findet, dazu, eine Diffamierungskampagne gegen mich loszutreten – denn nichts anderes ist dieser Text. Hat sie das nötig?
Oder ist es vielmehr „Futter-Neid", der Frau Jäckel treibt? Ich erinnere mich, dass die Autorin mir gegenüber einmal berichtete, sie arbeite an einem Buch zum Thema sexueller Kindesmissbrauch und weiblicher Täterschaft. Ist es also möglich, dass die Autorin in Wirklichkeit nicht über das Erscheinen und den Inhalt meines Buches unerträgliche Wut empfindet, sondern darüber, dass sie mit ihrem Buch noch nicht auf den Markt ist? Dass es nicht ihr Buch ist, das den Anspruch erheben kann, das erste bundesdeutsche Werk zu sein, das sich in dieser umfangreichen Form mit sexueller Gewalt, die Frauen Kindern antun, beschäftigt?

Ich habe mit Frau Jäckel am 5. und 6. Mai 2003 ausführlich über mein Buch gesprochen. Im zweiten Telefongespräch versicherte sie mir, sie fände das Buch, mit einigen Einschränkungen, gut und wichtig. Es sei an der Zeit, so Frau Jäckel, dass über sexuellen Kindesmissbrauch und weibliche Täterschaft endlich ein Buch erschienen ist. Frau Jäckel lobte mich dafür, dass es mir gelungen sei, hier eine Forschungslücke zu schließen.
Was bewirkte diese „Kehrtwendung“ in ihr?

Karin Jäckels Rezension ist in Wirklichkeit keine Rezension: Die Autorin geht inhaltlich überhaupt nicht auf das Buch ein; sie setzt sich nicht mit der Masse an Fakten und Zahlen auseinander, vielmehr bestreitet sie pauschal und anklagend die von mir zahlreich referierten und belegten Missbrauchsraten weiblicher Täterschaft:
"Allerdings nehme ich Ihnen Ihre Zahlen nicht ab."
Wenn die Autorin der festen Überzeugung ist, dass ich sämtliche referierten Missbrauchsraten weiblicher Täterschaft frei erfunden habe, so soll sie „Ross und Reiter" nennen. Dann aber muss sie auch die Existenz unzähliger Studien, die ich in meinem Buch anführe, als von mir frei erfunden brandmarken.

An dieser Stelle sei erwähnt, dass ich nie behauptet habe, wie sie mir unterstellt, dass bis zu 80 Prozent aller Kindesmissbraucher weiblich seien. Frau Jäckel, die das Buch und auch den Buchklappentext gelesen hat, nutzt aber diese unwahre Behauptung gezielt, um mir „große Sympathie und viel Verständnis über männliche Kinderschänder wie Pädophile und Päderasten" zu unterstellen (siehe unten).
Karin Jäckel ist sich bewusst, dass eine solche Behauptung im heutigen öffentlichen Klima einer Rufmordkampagne gleich kommt.
Und wo sind denn die Zitate, die meine angebliche Pädophilen-Sympathie belegen? Diese bleibt die Autorin schuldig. Es gibt sie nämlich nicht.

Jäckel, die den großen Wunsch verspürt, dass ihre anonyme Rezension „etwas breiter gestreut" wird, traut sich nicht, diese unter ihrem „Namen (zu) veröffentlichen". Diese Vorgehensweise spricht nicht für Seriosität. Im Gegenteil: Ihr Ziel ist es, mich in übelster Art zu diffamieren und zu diskreditieren, ohne dass sie selbst angegriffen werden kann. Sie bedient sich eines Mittels, das (nicht nur) in der radikal-feministischen Szene durchaus mit Erfolg betrieben wird: den „Gegner" durch eine rufschädigende anonyme Denunziation an den Pranger zu stellen, ohne dass dieser sich wehren kann.

Ich will der Öffentlichkeit die „Rezension" der Frau Karin Jäckel nicht vorenthalten. Der Text ist dazu geeignet, mich in diffamierender, beleidigender und verleumderischer Form zu diskreditieren. Er verletzt und beeinträchtigt mich in meinen allgemeinen Persönlichkeitsrechten. Ein weitergehendes Urteil über den „Zweck", den Karin Jäckel mit ihrer „Rezension“ erfüllt sehen will, bleibt der Leserin / dem Leser überlassen.

Hier also die Rezension von Frau Jäckel, die sich so sehr wünscht, dass diese „etwas breiter gestreut" wird:

"Kein Wunder, dass dieses Buch nur verlegt und veröffentlicht werden konnte, weil der Autor vom Lektorat bis zum fertigen Buch selbst dafür bezahlte! Wohl kein Verlag würde einen Autor dafür bezahlen, ein solches Buch zu schreiben, das fast ausschließlich aus umfänglichen Abschriften und Zitaten besteht. Von der Skandalgeschichte in der Tagespresse bis hin zu wissenschaftlichen Studien und Publikationen finden Sie in diesem von Mütter- und Frauenhass geprägten Sammelsurium alles, was ein fleißiger Abschreiber in einigen Jahren sammeln kann.
Neues oder gar Originales bietet Alexander Markus Homes mit seiner Fleißarbeit über Mütter als Kinderschänderinnen absolut nicht. Im Gegenteil, er beweist nur, dass schon viele andere Frauen und Männer auf der ganzen Welt erforscht, gewusst und veröffentlicht haben, was Homes nun in mehr Quantität als Qualität als sein eigenes Werk verkauft. Interessant ist allenfalls, wie sich der als Abschriften-Autor Alexander Markus Homes als nahezu fanatischer Mütterhasser outet, der wohl jede Sekunde der letzten Jahre damit verbracht hat, die Veröffentlichungen der Welt nach Textstellen abzugrasen, welche er mit missionarischem Eifer ausschlachten und abschreiben konnte. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt, dass Homes in bis zu 80 Prozent aller Kindesmissbrauchsfälle Mütter und Frauen als Täterinnen anprangert, sich gleichzeitig aber in weiten Passagen mit großer Sympathie und viel Verständnis über männliche Kinderschänder wie Pädophile und Päderasten auslässt.
Wahrlich, ein Markus Alexander Homes hat uns als neuer Zorro der Väterrechtsbewegung gerade noch gefehlt. Ein Hurra den Vätervereinen, in deren Reihen das Buch zum Erkenntnis-Wunder des Jahres hochgejubelt wurde."

Noch einige Anmerkungen dazu:

Frau Jäckels hämische Bemerkung darüber, dass ich für das Erscheinen meines Buches selbst gezahlt habe und kein Publikumsverlag es herausbringen wollte, übersieht, wie viele von Verlagen finanzierte Bücher auf den Markt geworfen werden, die das Papier nicht wert sind, auf das sie gedruckt wurden. Sie übersieht weiter oder weiß es vielleicht auch nicht, dass es etliche Bücher gibt, die vom Autor finanziert bzw. nach dem Book-on-Demand-Verfahren publiziert wurden, die hervorragend sind, deren Zielgruppe aber einfach zu klein ist. In meinem Fall war es so, dass etliche Verlage, denen ich mein Manuskript anbot, mir mitteilten, das Thema sei ihnen zu „heiß“. Und ich weiß, es ist ein „heißes Thema“, dass Frauen einen weit höheren Täter-Anteil stellen, als allgemein bekannt ist – und zwar deswegen, weil dieses Wissen nicht erwünscht ist. Es rührt an ein Tabu – das heilige Symbol „Mutter“ wird angetastet, ebenso der Mythos, Frauen seien Opfer, Männer Täter.

Dann möchte ich mich für das Wort „Fleißarbeit“ bedanken – es war wirklich eine ungeheure Arbeit, das ganze Material zu sichten und zu ordnen. Frau Jäckel hat wahrscheinlich gar nicht gemerkt, wie sehr sie diese meine Leistung in ihrer Rezension würdigt.

Klarstellen möchte ich auch, dass ich kein „Mütter-Hasser“ bin.

Frau Jäckel scheint einige Probleme mit der Väterrechtsbewegung („Missbrauch mit dem Missbrauch“) zu haben, die sie – natürlich spöttisch-herabsetzend – in ihrem Text erwähnt. Von daher weht wahrscheinlich der Wind: Alles soll beim Alten bleiben – Männer sind Täter und sollen es auch bleiben.
Karin Jäckel wird sich fragen lassen müssen, ob sie mit ihrer Diffamierungskampagne das Bild der Frau als ausschließliches Opfer männlicher Gewalt und den Mann als ausschließlichen Täter aufrechterhalten will.

Das Thema „Frauen als Täterinnen“ ist gesellschaftlich hochbrisant und wichtig. Es muss dringend in der Öffentlichkeit diskutiert werden. Ich wünsche mir und meinem Buch viele Diskussionsbeiträge dazu.
Karin Jäckels Text war (und ist) – bedauerlicherweise – kein Beitrag dazu, den man fundiert und sachlich nennen könnte und den der Leser / die Leserin von einer „Fachfrau“ erwarten sollte.

Zum Schluss möchte ich hier auch jener Person danken, die mir die Jäckel-Rezension im Vorfeld zugänglich gemacht hat.


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