Die Kinder zuerst !
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Bericht von der Eltern-Demonstration am 19.Juni 2004 in Berlin
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Vor dem Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend pflanzen die Teilnehmer der Demonstration symbolisch einen "Wunschbaum" mit den Forderungen
an die Politik.

In zahlreichen Ländern Europas, in den USA und in Australien fanden anlässlich des Internationalen Vatertages Demonstrationen gegen das herrschende Familienrecht statt. In Berlin trafen sich Väter, Mütter, Grosseltern und Kinder aus allen Teilen Deutschlands, aus Frankreich und aus Südafrika um gegen die deutsche Familienpolitik und den deutschen Justizapparat zu demonstrieren. Sie wollen es nicht mehr hinnehmen, dass ein Elternteil nach Trennung oder Scheidung den Kontakt zu seinen Kindern verliert und der deutsche Staat dies mit allen Mittel unterstützt, das geltendes nationales und internationales Recht durch die deutsche Justiz bewusst missachtet und das natürliche Menschenrecht, Kontakt mit seinen Kindern zu haben, in Deutschland mit den Füssen getreten wird.
Jährlich sind über 100.000 Kinder und deren Elternteile davon betroffen, meistens die Väter. Aber auch Grosseltern sind mehr und mehr von dem Kontaktverboten zu ihren Enkeln ausgesetzt. Grosseltern die drei, vier oder mehr Kinder auf die Welt gebracht haben werden durch deutsche Richter gedemütigt in dem das Zusammensein mit ihren Enkeln als schädlich für das "Kindeswohl" angesehen wird.
In den vergangen Jahren wurde Deutschland mehrfach vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte auf Grund der bestehenden Menschenrechtsverletzungen abgemahnt und verurteilt. Bisher werden diese Tatsachen in überheblicher Art und Weise durch die Bundesrepublik ignoriert. Familien- und Justizministerium sehen bei jährlich 100.000 betroffenen Kindern keinen Handlungsbedarf; das sind 1 Million Kinder in den vergangenen 10 Jahren!

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Forderungen an die Politik und die Justiz:

Unsere Kinder brauchen:

  • gemeinsame elterliche Verantwortung -
    kein alleiniges Sorgerecht für nur einen Elternteil

  • schnelle Entscheidungen bei Gerichten -
    keine eigenmächtigen Handlungen durch ein Elternteil

  • gleichwertige Betreuung -
    keine Umgangsverweigerung

  • geschütztes Wohnrecht -
    keine einseitige Kindesmitnahme

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Mütter und Väter informieren die Medien.
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In Deutschland werden 40 Prozent der Ehen wieder geschieden. Jährlich sind 230 000 Kinder von Trennung betroffen, die hälfte der Kinder verlieren einen Elternteil nach 2 Jahren ganz. Das sind in der Regel die Väter und dadurch dann auch die Großeltern. Der Europäische Gerichtshof spricht gegen höchstrichterliche deutsche Urteile. In Deutschland geschehen massenhaft Menschenrechtsverletzungen.

Richterliche Einzelfallentscheidungen bringen unterschiedlichste subjektive Urteile hervor. Chancengleichheit der Väter in der Familie wird mit Füßen getreten. Selbst ein Urteil des Gerichtshofes für Menschenrechte aus Strassburg bedeutet noch nicht, dass dieses Recht in Deutschland für die Kinder und deren Väter umgesetzt wird. Familie Görgülü hat ein Urteil gegen Deutschland in der Tasche, aber das Kind haben sie bisher noch nicht gesehen.

Deutschland ist eines der kinderunfreundlichsten Länder der Welt, was die Geburtenrückgänge verdeutlichen. Diese gesellschaftlichen Umbrüche brauchen neue Antworten in der Rechtssprechung und in der Gesetzgebung.

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Pressemitteilung des Väteraufbruch für Kinder e.V.
Väter und Grosseltern aus Deutschland und Europa demonstrierten in Berlin

Mit Musik und guter Stimmung demonstrierten hunderte entsorgte und besorgte Großeltern, Mütter und vor allem Väter für eine neue Familienpolitik. Aus allen Bundesländern und dem Ausland sind sie aufgebrochen und haben für ihre Kinder und deren Rechte demonstriert. So lautete auch das Motte der diesjährigen Demo "Die Kinder zuerst!" Das Recht des Kindes auf beide Elternteile wird in Deutschland häufig mit dem Recht der Mutter auf das Kind verwechselt.

230 000 Kinder sind jährlich von Trennung und Scheidung betroffen. Es handelt sich schon lange nicht mehr um eine private Minderheit. Bei einer Scheidungsrate von 40 Prozent sind die angesprochenen Probleme eine politische Aufgabe und gehören zum Familienministerium.

Beklagt haben die Demonstranten, dass ihre Probleme nicht thematisiert werden, sondern lediglich die Probleme der Frauenverbände im Focus der politischen Handlungen aus dem Ministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend stehen. Die Männer kommen nicht einmal im Namen des Ministeriums vor, wie soll dort eine Politik für Ihre Probleme überhaupt vertreten werden können?

So sind sie auch gleich zum Ministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gegangen und brachten auch ihre Wünsche mit. Ein Baum symbolisiert ihren Wunsch nach Wachstum der Chancengleichheit für Kinder und deren Väter und Großeltern.

Allen Kindern soll beide Elternteile nach einer Trennung und Scheidung erhalten bleiben. Männer fühlen sich in der Gesellschaft auch benachteiligt. Ihre Hoffnungen haben sie als Karten für die Bundesministerin an einen Baum angebracht.

Anschließend gab es eine Kundgebung auf dem Gendarmenmarkt. Bundesvorstandsmitglied Dietmar Nikolai Webel sagt für den Verein Väteraufbruch für Kinder: "Heute waren es hunderte Demonstranten, es werden jährlich immer mehr. Und wenn sich nichts ändert, dann kommen wir eben im nächsten Jahr wieder."

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Redebeiträge auf der Kundgebung
  • Dr. Walter für die Großelterninitiative (4,5 MB)  MP3 oder PDF
  • Prof. Dr. Dr. Ulrich Müller für den Bundesvorstand des Väteraufbruch (3,5 MB)  MP3 oder PDF
  • Ulrike Wetzel für die Zweitfrauen im Väteraufbruch (10 MB)  MP3 oder PDF
  • Michael Hickmann für die ausländischen Väter in Deutschland (2 MB)  MP3
  • Familie Görgülü - eine Familie die nicht aufgibt (7,5 MB)  MP3  oder PDF
  • Dietmar Nikolai Webel für den Bundesvorstand des Väteraufbruch (9 MB)  MP3 oder PDF

Lied für die Kundgebung

  • Michael Pfennig  MP3 (3 MB)

Pressestimmen

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Bericht: Dietmar Nikolai Webel, Detlev Grass
Bild: Jürgen Griese, Mike Brahmann, Celestina Görgülü